Sketchnotes

Auch wenn mein Ziel nicht direkt Sketchnotes sind, vielmehr das Aufwerten von Texten mit selbst gemachten Zeichnungen, habe ich mich darin versucht bzw. bin noch immer dran. Ich besuche aktuell keine Vorträge (wie, vermutlich kaum jemand) und ich habe auch keine klassischen Meetings. Allerdings, wenn ich mir zu einem Thema auf YouTube etwas anschaue oder sonstige andere Medien, versuche ich mich in Sketchnotes.

Das Buch selbst lässt zu dem Thema, soweit ich das als Neuling in dem Bereich sagen kann, nichts zu wünschen übrig. Das Thema beginnt sozusagen bei null und durchläuft die verschiedenen Punkte, die dafür nötig sind, unterstrichen mit vielen Bildern und genug Platz, um selbst die geforderten Übungen zu machen.

Theoretisch kann man Sketchnotes immer anwenden, es sieht definitiv besser aus als einfach nur einen Text runter zu schmieren (was anderes mache ich nicht, wenn ich mich beim mitschreiben beeilen muss), es bedarf aber auch Übung, um das entsprechend gut umzusetzen, sich an den Prozess zu gewöhnen. Meine Gestaltung ist noch ausbaufähig 🙂

Alles in allem ist das Buch auf alle Fälle empfehlenswert, vor allem für all jene, die neu in das Thema einsteigen oder sich verbessern wollen. Es gibt genug Tipps, die das Leben mit Sketchnotes vereinfachen (als auch wie in meinem Fall, Grafiken für Dokumente), einiges wird sicher schon bekannt sein, je nachdem, wie viel man generell schon mit Gestaltung zu tun hatte. Die Autorin selbst macht Sketchnotes übrigens beruflich.

Autorin: Emily Mills
Verlag: Rheinwerk Verlag
Preis: 24,90 € Buch / 21,90 € E-Book
ISBN: 978-3-8362-7912-3

Das Copyright für das oben gezeigte Bild liegt beim Rheinwerk-Verlag.

Die UNIX-Story

Wie der Titel schon verrät, handelt es sich bei Die UNIX-Story um die Geschichte um Unix von Brain W. Kernighan. Wer sich für die Geschichte um die IT, in diesem Fall UNIX interessiert, wird hier fündig. Für mich war es sehr interessant, da ich mich bisher nur um die Story um Linux befasst habe, allerdings nicht um UNIX (das eine oder andere hat man natürlich schon mal wo gelesen). Interessant finde ich das so vieles noch heute in Verwendung ist, das mir bei Linux begegnet. Und wer Linux kennt, weiß, das es kein besseres Betriebssystem auf dem Markt gibt. Da ist es schön, auch etwas mehr über den Ursprung des geliebten OS (Operating System) zu kennen.

Ich finde es ist eine gelungene Zusammenfassung und ich bin froh, dieses Buch neben andere in meiner Sammlung zu haben. Es gibt einfach ein paar Bücher, die sind für mich ein must have und dieses Buch ist so eines.

Autor: Brain W. Kernighan
Verlag: dpunkt.verlag
Preis: 24,90 Euro
ISBN: 978-3-86490-778-4

Terminal im „Benchmark“

Vor einiger Zeit habe ich gelesen, das Alacritty ein schneller Terminal ist, da dieser die GPU nutzt. In einigen Videos gab es größere Unterschiede zwischen dem Standard Terminal wie er bei Ubuntu mitgeliefert wurde und Alacritty. Da ich in Kürze mein Notebook sowieso neu installiere, dachte ich mir, ich schau mir mal an, wie schnell Alacritty tatsächlich ist.

Ich verwende aktuell Pop OS! 20.04 mit einem Razer Blade 15 2020 Base Notebook (i7-10750H, 64 GB DDR4 3200 CL16 Ram und 2x 1 TB SanDisk Pro NVMe M.2 PCI-e 3.0 SSD’s und einer GeForce RTX 2070 Max-Q). Daher stehen die Chancen für alle Terminals gut, viel aus der Hardware rauszuholen.

Verwendet habe ich den Standard-Terminal, den Cool Retro Term und Alacritty. Eindeutig ist Alacritty der schnellste, gefolgt von Cool Retro Term und zu guter Letzt der Standard Terminal von Pop OS! bzw. Ubuntu.

Systeminfo

NAME="Pop!_OS"
VERSION="20.04 LTS"
ID=pop
ID_LIKE="ubuntu debian"
PRETTY_NAME="Pop!_OS 20.04 LTS"
VERSION_ID="20.04"
HOME_URL="https://pop.system76.com"
SUPPORT_URL="https://support.system76.com"
BUG_REPORT_URL="https://github.com/pop-os/pop/issues"
PRIVACY_POLICY_URL="https://system76.com/privacy"
VERSION_CODENAME=focal
UBUNTU_CODENAME=focal
LOGO=distributor-logo-pop-os

Kernel:
5.8.0-7630-generic

Der Test mit einer einfachen Ausgabe time find /:


Ausgabe standard Terminal in Pop OS!

Ausgabe mit Cool Retro Term


Ausgabe mit Alacritty

Das Ganze nochmal getestet mit tree, sprich time tree /:


Ausgabe mit Standard Terminal


Ausgabe mit Cool Retro Term


Ausgabe mit Alacritty

Fazit: Ja, Alacritty ist schneller, selbst Cool Retro Term ist schneller (was ich nicht erwartet hätte), allerdings, wenn man nicht gerade ein Dateisystem vorfindet, das vollkommen zugestopft ist oder man nicht ständig am Dateiensuchen ist, lohnt sich der Unterschied eher nicht. Ich würde sogar eher davon abraten, da ja bekanntlich mit jeder neuen Software eine Fehlerquelle und damit Sicherheitslücke mehr am System zu finden ist.

Razer Blade 15 Base (2020) – Wärmeleitpaste

Ich habe beim Black Friday ein Razer Blade 15 Base (2020) erworben. Soweit bin ich mit dem Notebook zufrieden, aktuell befindet sich darauf Windows 10 als auch Pop OS! 20.04. In Zukunft wird darauf nur Pop OS! 20.04 laufen, Windows 10 sollte für das (seltene) Zocken aktuell drauf bleiben, bis ich eine Grafikkarte für meine Workstation erwerben kann (aktuell sind diese teuer und schwer lieferbar).

Das Notebook wird beim Spielen, egal ob unter Windows oder Linux, laut. Es ist nicht lauter als andere Geräte, aber je nach Situation eben dennoch zu laut. In meinem Fall ist es so, dass ich in einem kleinen „Raum“ zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer sitze, welcher von dünnen Wänden umgeben ist. Man hört also das Pfeifen der Lüfter im Wohnzimmer beim Fernsehen als auch im Schlafzimmer, wenn man schlafen möchte.

Daher dachte ich mir, ohne das Risiko eine Flüssigmetalkühlung einzugehen, ich probiere es mal mit dem Tausch der Wärmeleitpaste. Ich habe dafür die Kryonaut von Themal Grizzly verwendet, die bei meinen bisherigen Tests die bisher besten Ergebnisse lieferte. Das Ergebnis zeigt zwar eine leichte Verbesserung, aber mit der Toleranz wohl nicht erwähnenswert (siehe Screenshots). Es könnte vielleicht noch etwas auseinandergehen, wenn sowohl CPU als auch GPU auf 100% laufen, allerdings wird sich auch das in Grenzen halten.

Was aber der Test sehr deutlich zeigt, ist, das Razer bei der Wärmeleitpaste nicht gesparrt hat, wie ich es bei anderen Notebook Hersteller bisher gesehen habe (HP, Lenovo, usw.).

Was wäre noch möglich? Flüssigmetal. Allerdings ist dieses stromleitend und zweitens nicht ganz so einfach in der Handhabung. Bringt die Temperatur in der Regel um ca. 10-20°C runter, was schon eine ganze Menge ist. Rinnt das Flüssigmetal allerdings auf offenen Kontakte, kann dies zum Defekt der Hardware führen. Im Falle eine Notebooks könnte das zu einem Totalschaden führen.

Kurz noch zum Modell: Es ist das Model von Razer mit der folgenden Ausstattung:
Razer Blade 15 2020 mit dem i7-10750H, 16 GB DDR4-2933 MHz Ram, einer 500 GB M.2. PCIe NVMe SSD und einer nvidia GeForce RTX 2070 Q-Max.
In meinem Fall sind ist der Arbeitsspeicher mit 2x 32 GB ausgestattet (3200 MHz CL16) und mit 2x 1 TB SanDisk Pro M.2 PCIe NVMe SSD’s.


Vorher – mit der original Wärmeleitpaste


Nachher – mit der Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste

tmux

Bisher habe ich immer einen Bogen um tmux gemacht, dabei ist es ein wirklich nützliches Tool, das man zwar nicht immer nutzen muss, aber dennoch hilfreich sein kann. Allerdings ist es nicht auf jedem System installiert und muss daher nachinstalliert werden. Wie das unter Ubuntu funktioniert und wie man mit tmux startet, beschriebe ich in diesem Howto:

tmux

System76 Theme unter Ubuntu

Nachtrag 2020-11-26: Aufgrund der Probleme habe ich mich kurzerhand entschieden, gleich Pop OS auf dem Notebook zu installieren, welches auf Ubuntu 20.04 LTS basiert.

Vorsicht: Unter Umständen kann es Probleme beim Updaten geben. Ich kann allerdings aktuell noch nicht sagen, ob das nur durch das Installieren des Theme kommt oder in Zusammenhang mit einer anderen Software entsteht. Ich werde es noch in einer VM testen. Das Problem ist erst zwei Tage später aufgetaucht.

Ich habe mir das System76 Theme unter Ubuntu 20.04 installiert, weil mir die Farben sehr gut gefallen (hat an sich nichts mit System76 zu tun, das taten sie schon lange bevor ich System76 gekannt hatte). Ebenso habe ich mir das Theme für den Atom Editor installiert. Anleitung ist HIER zu finden. Viel Spaß!

bashtop (Ubuntu)

top sollte jedem, der mit Linux schon zu tun hatte, bekannt sein. Es handelt sich um ein Terminal/Bash Programm, welches Informationen zum Systemstatus in „Echtzeit“ liefert. Ein erweiterter, schönerer bekannter ist htop. bashtop legt hier noch mal einen drauf und liefert eine noch schönere und dennoch übersichtliche Darstellung. Ich verwende selbst in der GUI bashtop anstatt den von Gnome mitgelieferten System Monitor.

Hier geht es zum Howto für die Installation unter Ubuntu Linux.

Tor-Proxy mit Raspberry Pi

Ich habe ein Howto zusammengeschrieben, mit welchem mach ganz einfach einen Raspberry Pi als Tor-Proxy Server installieren kann. Der Vorteil des Tor-Proxy-Servers ist, man muss sich nicht auf jedem Gerät einen Tor Browser installieren, sondern kann den vorhandenen Browser nutzen. Es ist nur der Browser zu konfigurieren. Wer mehrere Browser nutzt, kann auch einen nur für Tor verwenden, z. B. wie den im Howto genannten Firefox Browser.

Die Anleitung erreichst Du über folgende URL:
https://gweep.eu/download/documents/howtos/tor-proxy_mit_raspi/tor-proxy_mit_raspberry.html

Bildbearbeitung unter Linux Teil 3

Dieses Jahr im Oktober habe ich die Amazon Prime Day genutzt, um mein Adobe Creative Abo noch ein letztes Mal zu verlängern. Allerdings gibt es eine kleine Änderung.

Ich habe vor ca. 1 1/2-2 Jahren einen Test gemacht, Adobe Photohop und Lightroom auf einem „Onboard-Grafikchip“ (eigentlich auf der CPU) zu testen, dem Intel 620 Chip. Das hat zu meiner Überraschung gut funktioniert. Mittlerweile ist dieser Prozessor in meinem Server mit dem ich Virtuelle-Maschinen betreibe. Also dachte ich mir vor ein paar Wochen, ich könnte doch mal in einer VM testen, mal probieren, wie es so läuft. Schließlich ist das der einzige Grund, warum ich noch Windows auf meiner Workstation installiert habe. Wie sich herausgestellt hat, läuft es akzeptabel. Nicht optimal, aber gut genug, dass ich 2020 damit noch abschließe und bis Oktober 2021 alle Fotos exportieren kann.

Bis Ende 2020 muss ich mir eine (vielleicht auch neue) Ordnerstruktur überlegen, dann die RAW-Dateien nach und nach auf meine nun Linux-Workstation kopieren und dort dann in Darktable einbinden.

Ebenso muss ich mir Darktable anschauen und auch Gimp neu lernen. Mein Datacolor Spyder und das Wacom Grafiktablett funktionieren unter Linux genauso. Mehr brauche ich ehrlich gesagt nicht.

Vielleicht noch zur Information: Ich habe noch Geräte, die sich leider nur über Windows Treiber konfigurieren lassen, wie z. B. meine zuletzt gekaufte Glorious Model O Maus oder meine Fnatic miniStreak Tastatur. Dafür habe ich ein altes Notebook mit Windows 10 installiert, darauf werde ich einfach die Treiber, die ich brauche, installieren und die Geräte bei Bedarf umkonfigurieren. In Zukunft werden es also wieder Geräte die entweder unter Linux unterstützt werden oder auch ohne Software konfigurierbar sind (Zowie z. B.). Den ganzen RGB-Lichter Mist brauche ich z. B. nicht. Mir reicht es, wenn eine Tastatur einfach nur weiß leuchtet.

Sollte Interesse hinsichtlich Darktable oder Gimp bestehen (Mail an gweep(at)gweep.(eu), es ist nicht mein tägliches Thema, allerdings kann ich gerne meine Erfahrungen und Kenntnisse hier zusammenschreiben.