Bildbearbeitung unter Linux Teil 2

Ich habe die ganze Sache damit gestartet, das ich Darktable gegen Lightroom austauschen wollte. Beginnend von einem fehlenden Import (wie bei LR) und damit verbundenen Ordner Verwaltung, bis hin zu einigen Funktionen, die ich vermisse (wie z.B. eine grundlegende Ausarbeitung von Horizont, Objektivkorrekturen). Es hat gar nicht so lange gedauert bis ich mich dazu entschieden habe, die 135 Euro in die Hand zu nehmen um mein Abo weiter zu verlängern und die Workstation weiterhin unter Windows zu betreiben.

Ich habe für einige Dinge erst mal YouTube angeworfen und mich schlau gemacht wie ich dies oder jenes mit Darktable ändern kann oder wo ich gewisse Funktionen suche. Vieles funktioniert, manches davon wesentlich umständlicher, manches gar nicht. Insgesamt ist es aber so, das ich für das bearbeiten von Fotos viel mehr Zeit brauche und Lebenszeit ist bekanntlicher wichtiger als Geld. Also habe ich beschlossen die Bildbearbeitung mit 135 Euro im Jahr, erst mal weiterhin unter Windows zu betreiben.

Beim Gaming ist es ähnlich, an sich geht es, aber bei 2 Monitoren, einer 27″, einer 25″, entscheiden sich die Spiele mal so mal so, so das ich vor jedem Gaming dann auf einem Monitor geschwenkt bin, sprich den anderen deaktiviert habe. Es geht, es läuft auch gut, aber es ist um ein wenig umständlicher.

Also habe ich entschieden, die Workstation bleibt bis auf Weiteres mit Windows 10. Mein Notebook bleibt mit Ubuntu installiert. Das betrifft allerdings nur meine Desktop Systeme.

Ich werde Darktable erst mal im Auge behalten, vielleicht wird es ja noch. Gimp war auch nicht von heute auf morgen, dort wo es jetzt ist.

Generell bin ich nicht so der Freund von Windows, mir wäre Linux lieber als Desktop System (Server sowieso) allerdings muss ich mir auch eingestehen, das hier macht für mich noch keinen Sinn.

Was übrigens ohne Probleme funktioniert, mein Datacolor 5 Pro Kalibrierer unter Linux (gibts eine Software dafür) sowie mein(e) Wacom Grafiktable(s).

Wer hier nicht unmengen an Fotos zu verarbeiten hat, kommt mit Darktable und Gimp sehr gut um die Runden. Da ich mehrere Computer habe, fällt es mir leicht hier auszuweichen.

Bildbearbeitung unter Linux

Nach einigen Jahren mit Adobe hab ich es nun irgendwie satt. Früher habe ich das Abo jedes Monat bezahlt, anfangs als ich noch mit der Fotografie selbstständig war, das große Paket, später das Foto-Abo. 2017 für 122,52 Euro, letztes Jahr für 130,99 und dieses Jahr wären es 135,99 ohne der Steuer für Österreich. Darüber hinaus hat sich die Fotografie bei mir sehr stark eingeschränkt und das, was ich aktuell mache, kann ich auch mit freier Software machen.

Mein Ziel ist es jetzt, mit dem Sprung ins kalte Wasser, auf Darktable und Gimp umzusteigen. Leider gibt es für Darktable kein deutsches Handbuch (englisches schon), wobei eines nächstes Jahr ende Februar erscheinen sollte. Daher werde ich mich wohl durch Videos und Beträge durcharbeiten müssen. Bei Gimp sieht die Sache schon etwas anders aus, da habe ich schon seit, einiger Zeit zwei eBooks:

  1. Gimp 2.10 – Der praktische Einstieg von Robert Klaßen (Rheinwerk Verlag)
  2. Gimp 2.10 – Das umfassende Handbuch von Jürgen Wolf (Rheinwerk Verlag)

Mit diesen beiden Büchern will ich mich in Gimp einarbeiten – ich hab das schon mal mit einem Einstiegsbuch gemacht, aber dann nicht ausreichend verwendet – und so in weiterer folge mit Gimp Beauty Retuschen usw. erledigen.

Kurze Info: Darktable ist ähnlich wie Lightroom von Adobe; Gimp ist wie Adobe Photoshop ein Bildbearbeitungsprogramm.

Ich werde versuchen, hier auf dem Blog, darüber zu berichten und vielleicht kann ich auch den einen oder anderen sinnvollen Tipp geben. Wir werden sehen.

Markdown & Editor

Es gibt noch genug Menschen in der IT-Welt, die nicht wissen, was Markdown ist. Um ehrlich zu sein, bis Ende 2018 wusste ich selbst nicht. Die Sache begann damit, dass wir von HPE Scripte bekommen haben, für die Erstellung eines OpenShift 3.11 Clusters (Multimaster/Multinode). Dabei handelte es sich um Ansible-Scripts und deren „Dokumentation“ erfolgte in Dateien, die mit .md endeten. Das hat mich etwas stutzig gemacht, worauf ich im Internet recherchiert habe, was es mit diesen md-Dateien auf sich hat. Schnell fand ich heraus, das es sich dabei um Markdown handelte und das die erhaltenen MD-Dateien fehlerhaft waren, wie auch die Ansible-Scripts, die wir erhalten haben. Kurzum: HPE hat weder das eine, noch das andere richtig gemacht.

Dennoch fand ich Markdown sehr interessant, schaute mir das Thema etwas genauer an und seitdem ist es in unserem OpenShift-Team, im Verwendung. Ob das nun einfache Notizen sind, Howtos oder kleine Dokumentationen, wir verwenden dafür Markdown. Privat sieht es bei mir nicht anders aus.

Die Vorteile von Markdown sind:

  • Leicht zu lernen
  • Lesbar in jedem Editor (vi/vim, nano, geany, Notepad++, etc.)
  • Export in HTML, PDF uvm. (Editor abhängig)
  • Dateien sind klein und immer lesbar

Nachteile habe ich ehrlich gesagt noch keine gefunden, ggf. kann man HTML-Code verwenden. Bei größeren Dokumentationen bzw. Handbüchern würde ich aber eher zu LaTeX oder ähnlichen greifen. Word/OpenOffice eher nicht, da hier Code immer falsch dargestellt wird. Wobei, wenn man MD als PDF exportiert, kann das ebenfalls passieren, da die Zeilen auf Papier beschränkt sind. Hier ist mit Zeilenumbruch zu arbeiten wie man es aus IT-Büchern gewohnt ist. Wenn das Ziel aber eine druckbare Dokumentation ist, sollte man vielleicht doch lieber gleich zu LaTeX oder einer Alternative greifen, wo man Texte sinnvoll formatieren kann.

Zum Thema Editor

Es gibt viele Editoren, ich habe auch einige probiert. In der Shell/bash verwende ich den vi/vim-Editor (ohne Plugins). Auf der Arbeit haben wir uns für Visual Studio Code mit entsprechenden Plugins geeinigt (wobei ich selbst kein Fan davon bin). Privat habe ich nach langem probieren, seit kurzen nun den typora-Editor im Einsatz. Den gibt es für Linux, Windows und MacOS. Letzteres noch als Beta. Unter Linux verwende ich ihn auf Ubuntu 19.04.

typora kann nicht nur in HTML und PDF exportieren, sondern sogar in LaTeX, Word, OpenOffice, Epub, als Image, Mediawiki, uvm. Der Editor an sich ist minimalistisch, was ich persönlich als sehr angenehm empfinde.

Im IT-Umfeld lohnt es sich meiner Meinung nach, sich mit Markdown auseinanderzusetzen. Die Einarbeitungszeit ist nicht der Rede Wert, bei Fragen hilft das Netz. Man findet im Grunde alles, was man braucht: Tabellen, Code in einem Feld, Code mitten im Satz, eine einzelne Code-Zeile. Wobei mit Code ich auch Befehle in der Shell/Command meine. Man kann Überschriften, Inhaltsverzeichnisse, Auflistungen, uvm. erstellen. Ein einfaches Markdown-Beispiel findest Du z.B. HIER.

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